Im Herbst 2009 war ich in richtig schlechter Verfassung. Meine Ehefrau hatte mich verlassen, jobmäßig lief es so lala, mit meinem Vater gab es Anerkennungsprobleme usw. Kurzum, alles schien gegen mich zu sein. Ich sah mich im Spiegel (im Fitness-Studio) und dachte, ja und dünn bist Du auch noch.

Da traf ich die Entscheidung, bis zum Jahresende 70 kg zu wiegen. Mein Gewicht schwankte damals zwischen 58 und 60 kg – auf die Waage stellte ich mich sehr selten. Es war ja immer nur enttäuschend.

Ich machte mir Gedanken wie ich dies realisieren könnte. Seltsamerweise erkundigte ich mich gar nicht im Web, sondern fing mit einer Liste an:

  • Tipp 1: mehr essen
  • Tipp 2: regelmäßig essen bzw. das Essen nicht vergessen
  • Tipp 3: jeden Teller leer essen bzw. nichts übrig zu lassen
  • Tipp 4: viel und regelmäßig Trinken (Fruchtsäfte wie Kirsch- und Birnensaft und Wasser)
  • Tipp 5: nach Lebensmitteln schauen, die für Gewichtszunahme geeignet sind
  • Tipp 6: Muskelaufbau / Einnahme von Weight-Gainer
  • Tipp 7: Disziplin

Tipp 1: Mehr essen

Meistens aß ich zum Frühstück nur zwei  Toasts oder ein Brötchen. Ich entschied mich dazu, minimal 4 Toast oder 2 Brötchen zu essen. Während meiner Arbeitszeit am Rechner verdrückte ich zusätzlich Studentenfutter. Wenn möglich gab es nun auch abends eine warme Mahlzeit.

Tipp 2: Regelmäßig essen

Tagsüber vergaß ich oft zu essen. Stattdessen warf ich mir nur Süßigkeiten rein. Abends war ich dann auch nicht immer in Stimmung für mich alleine zu kochen. Also gab es dann nur ein paar Brote. Das änderte ich: Es gab nun jeden Mittag eine warme Mahlzeit, entweder selbst gekocht oder beim Mittagstisch um die Ecke. Nachmittags holte ich mir noch ein Stück Kuchen und abends gab es entweder Brot (Minimum 3 Scheiben) oder noch etwas Warmes.

Tipp 3: Jeden Teller leer essen

Oft habe ich während des Essens die Lust verloren und war mit Gedanken ganz woanders. Dadurch, dass ich so langsam aß, meldete sich auch mein Körper schneller mit dem „Satt-Impuls“. So blieben häufig Reste auf dem Teller. Das stellte ich ab – jeder Teller wurde leer gegessen.

Tipp 4: Trinken

Natürlich ist das Trinken ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Trotzdem vergisst man dies im Alltag schnell. Ich trank also mehr. Zum Mittagessen 0,25 l Coca Cola und über den Tag verteilt viel Wasser und abends gern noch einen warmen Kakao mit Sahne. Im Restaurant trank ich dann ein/zwei Hefeweizen. Außerdem eignen sich Birnen- und Kirsch-Saft sehr gut, zum zunehmen.

Tipp 5: Lebensmittel, die dick machen

Dazu werde ich demnächst eine ausführliche Liste schreiben – aus dem Stehgreif fallen mir nur noch Nüsse, Quark, Kirschsaft und Nudeln ein.

Hier nun die Liste dazu: weiter

Tipp 6: Muskelaufbau / Weight Gainer

Im Fitness-Studio begann ich mein Trainung auf Muskelaufbau umzustellen: 12 mal 3 Sätze und den letzten Satz mit höherem Gewicht, so dass man die 12 Wiederholungen kaum noch schafft. Anschliessend einen Weight-Gainer-Eiweiss-Drink. Vor kurzem las ich übrigens, dass man diese Drinks besser vor dem Training einnehmen sollte, das würde besser wirken.

Tipp 7: Disziplin

Und das wichtigste zum Schluss: Durchhalten! Zum Sport ging ich 2 bis 3mal die Woche für jeweils ca. 60 Minuten. Also noch mit einem vertretbaren Zeitaufwand. Doch gerade hier ist es wichtig, wirklich regelmäßig zu gehen, auch wenn es nur 60 Minuten sind. Ist einmal der Schlendrian drin, ist es um so schwerer wieder „reinzukommen“.

Auch beim Essen braucht man Disziplin. Nur zu gern fällt man in alte Muster und vergisst  das Essen, weil andere Dinge wichtiger sind. Das sind sie aber nicht!